Pritschen im Volleyball – Technik, Haltung und die 5 häufigsten Fehler
Das Pritschen (oberes Zuspiel) ist die präziseste Technik im Volleyball – und gleichzeitig die, die am häufigsten falsch ausgeführt wird. Wer pritscht richtig, kann seinen Zuspieler kontrollieren und das Spiel aufbauen.
Grundhaltung beim Pritschen
Knie leicht gebeugt, Gewicht auf den Ballen, Arme auf Augenhöhe gehoben. Die Hände bilden eine Raute – Daumen und Zeigefinger liegen übereinander, ohne sich zu berühren. Der Ball wird mit den Fingerkuppen berührt, nicht mit der Handfläche.
Fingersatz und Ballkontakt
Alle zehn Finger sind an der Ballberührung beteiligt. Daumen und Zeigefinger führen – Mittel-, Ring- und kleiner Finger stabilisieren. Der Ball berührt die oberen Glieder der Finger, nicht die Handfläche. Der Kontakt ist kurz und explosiv – nicht fangen oder halten.
Körperbewegung beim Pritschen
Beim Pritschen ist der gesamte Körper an der Bewegung beteiligt. Aus der leichten Kniebeuge streckt man sich beim Ballkontakt nach oben. Die Schultern und Ellenbogen strecken ebenfalls aus. Das gibt dem Ball Energie und Richtung.
5 häufige Fehler beim Pritschen
1. Ball mit Handflächen fangen statt mit Fingerkuppen spielen – führt zu Haltefehler. 2. Ellenbogen zu weit auseinandergespreizt – Ball geht seitlich weg. 3. Nicht unter den Ball laufen – Arme werden überdehnt, Kontrollverlust. 4. Augen zu kurz vor dem Ballkontakt – schlechtes Timing. 5. Zu wenig Körpereinsatz – Ball geht zu kurz oder ins Netz.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Pritschen und Baggern?
Beim Pritschen (oberes Zuspiel) wird der Ball mit den Fingerkuppen über dem Kopf gespielt. Beim Baggern (unteres Zuspiel) werden die Unterarme genutzt, um tiefe Bälle zu spielen.
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